UM WAS ES GEHT !
F O R U M K U L T U S
frei + christlich
INITIATIVE
für ein
freies,
überkonfessionelles,
allgemein-priesterliches,
anthroposophisch + sakramental vertieftes
CHRIST-SEIN HEUTE
A r b e i t s m a t e r i a l z u r K u l t u s - F r a g e
.. dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus, dem Sakramentalismus
einverleibt werden muss.
Hella Wiesberger
Die heilende Arznei: das Sakrament
Zur Freiheit
des Christenmenschen
Der
»freie christliche« Impuls
Rudolf Steiners
heute
Die Sieben
S A K R A M E N T E
frei + christlich
+ Empfang
( Kinder-Taufe )
+ Jugendfeier
( Konfirmation )
und zuvor
die "Sonntags-/ Schulhandlungen"
insbesondere in den Freien Waldorfschulen
+ Opferfeier
( als Zentralsakrament )
+ Lebensschau
( Beichte )
+ Sterberituale :
- Heilige Ölung
- Aussegnung - Bestattung
- Urnenbeisetzung
- Opferfeier für Verstorbene
+ Verbindung :
- Erwachsenen-Taufe
als / oder
- Handlungs-Weihe
+ Trauung
später dann auch
- Erinnerungs-Trauung
- Weitere Rituale -
in der überkonfessionellen,
autonom und damit individuell authentisch zu ergreifenden,
geschwisterlichen, allgemein-("laien"-)priesterlichen,
»freien christlichen« Fassung Rudolf Steiners
heute,
aus der jeweils aktuellen Situation
der Hoch- und Notzeiten des Lebens
SEIN LIEBE-LICHT
lebendig, undogmatisch,
befruchtend und heilend
einfließen zu lassen,
IHM verantwortet:
als ein »IMPULS«,
als ein Netzwerk
kultisch frei handelnder Anthroposophen;
mit »Leitsterne« als gemeinsames Wollen;
und der Möglichkeit des Strebens
nach freier, aber verbindlicher
Kultus-Trage-Gemeinschaft;
... auf dem Weg! ...
Initiative, freie christliche Arbeits-Gemeinschaft
Jeder Mensch ..werde.. ein Priester !
.. füreinander + miteinander : auch sakramental geschwisterlich handeln! ..
Als FREIE CHRISTEN
arbeiten wir zwar als "Anthroposophen",
aber autonom, individuell verantwortet
und somit unabhängig
von der Anthroposophischen Gesellschaft
oder irgendeiner Institution!
Und ..
wir sind auch keine "Gegner" der Kirche "Die Christengemeinschaft" !
Zur Freiheit des Christenmenschen
Positionen
Kernsätze
Gott ist die Liebe!
Und wer in der Liebe ist,
der ist in Gott und Gott in ihm.
1. Johannes 4, 16
Wo zwei oder drei
in meinem Namen versammelt sind,
da bin JCh mitten unter ihnen !
Matthäus 18, 20
Der Sakramentalismus
besteht darin,
dass Physischem, Biologischem
Orientierungen, Richtungen einverleibt werden,
die im Spirituellen, im Geistigen ihren Urstand haben.
Man vollzieht sinnliche Prozesse,
in die Spirituelles hineinströmt im Sich-Vollziehen.
Das geistig Wesenhafte geschieht im Kultus
auf sinnenfällige Art.
Rudolf Steiner
Alle freie Religiosität,
die sich in der Zukunft
innerhalb der Menschheit entwickeln wird,
wird darauf beruhen,
dass in jedem Menschen
das Ebenbild der Gottheit
wirklich in unmittelbarer Lebenspraxis,
nicht bloß in der Theorie, anerkannt werde. ..
Denn dann wird die Begegnung
jedes Menschen mit jedem Menschen
von vornherein eine religiöse Handlung,
ein Sakrament sein, ...
Die Kirche
kann, wenn sie sich richtig versteht,
nur die eine Absicht haben,
sich unnötig zu machen auf dem physischen Plane,
indem das ganze Leben
zum Ausdruck des Übersinnlichen
gemacht wird.
Rudolf Steiner
Unübersehbar .. ergibt sich als not-wendig,
dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus,
dem Sakramentalismus
einverleibt werden muss.
Hella Wiesberger
Was aus der Tauff krochen ist,
das mag sich ruhmen,
dass es schon Priester, Bischof und Papst
geweihet sei,
obwohl es nicht jedem ziemt,
dies Amt auch auszuüben.
Martin Luther
Christentum heißt allgemeines Priestertum ..
So gehört ein jeder Christ sich selbst
- und damit nicht der Kirche, sondern der Menschheit.
Das kirchliche Priestertum
war eine historische Hilfskonstruktion.
Sie ist auch schon überall morsch und wacklig. ...
Es müsste geradezu leichter sein, Priester werden
zu können. (Und zwar überall, in allen Kirchen.) ...
So wie jeder Mensch einen anderen Menschen
heilen kann, so wie jeder einen anderen etwas lehren kann,
so kann auch jeder einem anderen
den Weg zum Göttlichen weisen,
den Schmerz in der Seele des Bruders lindern.
Die Archetypen des Arztes, des Lehrers und des Priesters
sind frei verteilt als Talente, als Vermögen in uns allen.
Andreas Laudert
Was in der Entwicklung der Christenheit
als Sehnsucht und Streben nach
Laienpriestertum
immer wieder erstand
- allerdings auch immer wieder verfolgt
und schließlich zum Verschwinden gebracht wurde -,
das hat hier
(im »freien christlichen« Impuls)
durch Rudolf Steiner
eine neue Keimlegung erfahren,
die je nach der Schicksalsführung des Einzelnen
ihre Früchte zeitigen kann.
Maria Lehrs-Röschl
Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung
müsse aus demselben geistigen Strom hervorgehen
wie die Schulhandlungen,
gewissermaßen eine Fortsetzung dessen werden,
was in Form und Inhalt in der Opferfeier
der Schule gegeben wurde.
Rudolf Steiner
Neben dem »allgemeinen Priestertum«
ist die »direkte Kommunion«
das in der »Opferfeier«
kultushistorisch weiterschreitende Element,
gegenüber der »indirekten« traditionellen Messe
(eben auch der »Menschenweihehandlung«)
V. D. Lambertz
Begegne ich ihm (ER im Du)
so, dass ich bereit bin,
mein Bewusstsein -zeitweilig- für ihn zu opfern,
dass seine Entfaltung mir also wichtiger ist als die meine,
vollziehe ich
- indem ich für ihn ersterbe -
in gewissem Sinne
eine Nachfolge Christi.
Dann nah ich ihm in Seinem Namen.
Dann werde ich im gleichen Augenblick
von Christus selber zum Priester geweiht:
Seine Gegenwart ist Weihe
- in diesem Augenblick und für diesen Augenblick. ..
Die soziale Priesterweihe
ist ein Sakrament,
das, im übertragenem Sinne,
der Christus unter vier Augen vollzieht. ..
Die Frage der Befähigung .. und Berechtigung ..
kann keine sein,
die andere Menschen beantworten.
Dieter Brüll
Die Priesterweihe besteht eben darin,
dass der Mensch (durch die Anthroposophie) so vorbereitet wird
zum geistigen Anschauen,
dass er überall im sinnlichen Prozess
auch den geistigen Prozess sieht.
Rudolf Steiner
Nehmen sie auch so etwas als einen Anfang hin ...
wie überall eben
aus dem Lebendigen heraus
das Kultusartige gesucht werden muss. ...
Etwas Prinzipielles
kann es im Leben der Welt
überhaupt nicht geben,
sondern es kann nur das
sich in Leben Wandelnde geben.
Rudolf Steiner
Bloß ist mein Christentum
absolut nicht kirchlich gebunden.
Ich bin ein richtiger Ketzer für Christus ! ...
Das Priestertum des Menschen
ist das einzige, das mir einleuchtet,
und darum bin ich so dankbar,
dass ich Rudolf Steiner begegnete.
Maria Röschl-Lehrs
Wir sind deshalb aber keine "Gegner" irgendeiner Kirche,
auch nicht der »Christengemeinschaft« !!
JEDEM SEINEN WEG !
Lasst uns die Vielfalt der möglichen und unterschiedlichen Wege
tolerant und im interessierten Staunen als Seinen Reichtum sehen!
Denn letztlich suchen wir alle IHN !
V.D. Lambertz
Dabei arbeiten wir zwar als "Anthroposophen",
aber unabhängig von der Anthroposophischen Gesellschaft;
denn diese ist nicht nur eine überkonfessionelle,
sondern auch eine interreligiöse
und kann nicht eine "spezielle Perspektive" hervorheben, vertreten.
Somit ist "Religion Privatsache", Tat des Individuum,
und unser Impuls, unsere Arbeit eine individuell und autonom verantwortete.
V.D. Lambertz
Der Anstoß hierzu war die Erfahrung,
dass über diese Fragen
in anthroposophischen Kreisen
weitgehend Unklarheit herrscht.
Des Weiteren war es die Erkenntnis,
dass im Hinblick auf die Jahrtausendwende,
wenn das Böse verstärkt zur Wirksamkeit kommt,
in anthroposophischen Gemeinschaften
verstärkt esoterisch und sakramental kultisch
gehandelt werden muss.
Paul Hofmann
Aus dem Ernst der Zeit,
muss geborgen werden
der Mut zur Tat.
Rudolf Steiner
Wir stehen nicht am Ende,
sondern am Anfang
des Christentums.
Christian Morgenstern
Editorische Anmerkung :
In der gesamten Website
wird die Kirche »Die Christengemeinschaft« auch abgekürzt mit » CG «
und die »Anthroposophische Gesellschaft« mit » AG « !
Außerdem findet sich hier ein orthografisch unübliches Spezifikum
in der Handhabung der Anführungszeichen :
Zitate / Namen sind in » « , Pointierungen, fragliche Begriffe in " " gesetzt.
F O R U M
K u l t u s
Liebe Freundinnen, liebe Freunde!
Auf dem Weg !
Die Thematik ist umfangreich, vielschichtig und diffizil ...
Dieser Vielfalt an Fragen darf und soll hier
- auf der Website des FORUM KULTUS als »Arbeitsmaterial zur Kultus-Frage« -
einigermaßen nachgekommen werden ...
Daher werden bestimmte Themen
aus verschiedenen Gesichtspunkten mehrfach auftauchen! ...
Dadurch gestaltet sich diese Website zwar reichhaltig,
aber auch relativ umfangreich und komplex ...
Doch : SIE müssen NICHT ALLES lesen !
Suchen Sie sich bitte im
Inhaltsverzeichnis,
in den THEMEN-RÄUMEN,
-> GENAU DAS heraus, was S I E speziell interessiert !
Wenn ... Sie sofort einen Überblick suchen :
-> siehe folgenden Beitrag hier unten !
oder
-> hier - über folgenden Link - zum Inhaltsverzeichnis.
-> ALLE erhältlichen Bücher finden Sie in BÜCHERN / Info :
Zur Freiheit
des Christenmenschen
Sakramente heute
Anthroposophisch + sakramental
vertieftes
Christ-Sein heute !?
» Unübersehbar ... ergibt sich als notwendig,
dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus, dem Sakramentalismus,
einverleibt werden muss. «
Hella Wiesberger / Rudolf Steiner
Liebe Freundinnen + Freunde
eines freien christlichen Kultus-Weges !
Steht die Menschheit am Abgrund?
Gewalt … Kriege … Klimawandel … Pandemien …
Flucht und Vertreibung … totalitäre Systeme …
Abgrund Internet, das zur Überforderung wird …
und eine Künstliche Intelligenz im Verein mit der Robotik,
die den Menschen als Menschen ablösen will!?
Verschwörungstheoretiker prophezeien der Welt das Ende …
Einerseits – ja:
Dunkelheit umklammert unsere Erden-Welt.
Wir entfernen uns in suizidaler Weise von Gott,
von unserer geistigen Herkunft und Quelle
und von unserem Ziel: von der Liebe,
der Harmonie, dem Frieden …
So strebt die Menschheit zum einen weg
in die Hände eines atheistischen Materialismus Ahrimans,
der den Menschen als Geistwesen leugnet.
Im Zusammenwirken mit Sorat – dem Antichristen –,
der unser JCh auszulöschen sucht,
droht die Vernichtung der Göttlichkeit in uns.
Als Endbild dieser Entwicklung
erscheint der entchristete, entgeistigte, ent-ichte
Roboter-Maschinen-Mensch:
der Transhumanismus des Widersachers.
Und die Religionen?
Das institutionalisierte Christentum,
die traditionellen Kirchen,
wirken vielfach blind, überfordert, sprachlos.
Sie scheinen zu versagen – und auszusterben.
Verlieren wir jedoch unsere spirituellen Quellen,
werden wir innerlich verdursten, zugrunde gehen …
Wird damit die Geschichte des Menschen
als Gottes-Geschöpf beendet?
War und ist die Menschheit überfordert
mit dem Plan Gottes, mit der Aufgabe,
spätestens jetzt - im Zeitalter der Bewusstseinsseele -
Christus und die Geistige Welt in Freiheit zu ergreifen ?
Bestimmten früher die Kirchen weithin unser Verhältnis zu Gott,
ist spätestens heute Selbstverantwortung gefordert.
Die Individualität selbst – von unten – ist herausgerufen,
sich aus Freiheit, aus eigener Erkenntnis
dem göttlichen Wollen und Sein harmonisch einzugliedern.
Nicht durch Bevormundung, Dogmen, Hierarchien oder Macht,
sondern durch bewusstes, selbstverantwortliches Handeln
in Freiheit.
Denn die gottgewollte Zukunft des Menschen ist die Freiheit ...
in der Wiederverbindung ( re-ligare)
mit seinem göttlichen Ursprung :
» Ex Deo nascimur + In Christo morimur + Per Spiritum Sanctum
reviviscimus «.
(Aus dem rosenkreuzerisch-esoterischen Kontext Rudolf Steiners.)
Was tun?
Der Weg zur Quelle führt gegen den Strom !
Hilfe ist da.
Denn andererseits gilt:
»Wo Schatten sind, ist Licht.«
Es sind lichtvolle, starke Gotteskräfte wirksam,
die Hoffnung geben und uns beistehen wollen.
Und so gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen,
die alternative Wege im Einklang mit Gott und Natur
anbieten und ermöglichen –
mit der realen Chance zu einer tiefgreifenden Bewusstseinserweiterung,
zur Gestaltung von Oasen einer neuen Welt.
Licht leuchtet gnadevoll: immer noch, immer wieder.
Denn selbstverständlich sieht die Geistige Welt
die Not der Gegenwart.
Und St. Michael ist ein mächtiger Kämpfer.
So stehen wir mit der Jahrtausendwende
an einer auch kultushistorisch gravierenden Zeiten-Schwelle.
In wachen Menschengeistern kann die lange vorbereitete Bewusstseinsseele aufbrechen:
jene Seelenhaltung, die IHN individuell, authentisch, selbstbestimmt, wahrhaftig
und frei sucht –
weg von Bevormundung, Dogmen, Hierarchien und Macht,
ohne den Umweg "von oben" über Kirchen und Institutionen.
Und – das Erstaunliche: Dies ist keine Frage der Quantität.
Je dunkler die Nacht, desto heller das Licht.
Zur Orientierung genügen wenige Sterne.
Gott braucht keine Massen.
Ja, die Fortschreitenden werden – wie schon vor 2000 Jahren –
vielleicht eine bekämpfte Minderheit sein!
Und Sie?
Sie können dabei ein Mit-Kämpfer des Liebes-Lichtes sein –
wenn und weil Sie es wollen, indem Sie in die Tat gehen.
ER braucht uns Menschen,
um seine Liebe in das irdische Leben zu tragen.
Sie können Ihm Werkzeug sein.
Und es zeigt sich – so schwer dies konkret auch ist :
Es geht nur durch die gelebte Liebe.
… wo immer Sie auch stehen.
Rudolf Steiner hat dies in seiner »Philosophie der Freiheit«
als die notwendige Fähigkeit zur »moralischen Intuition«
innerhalb eines »ethischen Individualismus« bezeichnet.
Denn ER will und wird uns beistehen – selbstverständlich –,
gerade in den Hoch- und Notzeiten unseres Lebens:
konzentriert in den Kraftquellen der Sakramente.
» Und auch wenn morgen die Welt unterginge,
pflanze ich heute noch mein Apfelbäumchen. «
Martin Luther
Traditionelle Wege
scheinen diesen Bedürfnissen vielfach nicht mehr
zu entsprechen oder sie nicht mehr zu erfüllen.
Ebenso führen luziferisch strahlende, scheinbar einfache
New-Age-Rezepte oft in Sackgassen.
Nichts ist "einfach"!
Und dennoch: Viele Wege führen zu Ihm!
… politisch, sozial, kulturell, religiös, kultisch …
Unser Weg heute,
unser Beitrag, unser Arbeitsschwerpunkt und unsere Hoffnung bestehen darin,
zum Werkzeug zu werden,
damit Er die Konzentrationspunkte Seiner nährenden
und heilenden Arznei der Sakramente
zeitgemäß einsetzen kann –
als Nahrung für die Freiheit des Christenmenschen,
die überkonfessionell und allgemein-priesterlich
zu realisieren ist!
Und das finden wir im »freien christlichen Impuls heute«.
» Not-wendig ist dabei heutzutage,
dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus, dem Sakramentalismus,
einverleibt werden muss. «
Hella Wiesberger
» Dass fortan alle Symbole und kultischen Handlungen
nur dann zu Recht bestehen,
wenn sie von der wachen, bewussten Erkenntnis
erhellt und entsiegelt werden. «
Fred Poeppig
Ein jeder Christ – und erst recht Anthroposoph –
darf dabei individuell Seinem Ruf folgen.
Aber im Alltag … konkret?
Wohin wenden wir uns aber konkret,
als »freie Christen« – ja, als Anthroposophen –,
wenn wir unabhängig von einer Kirche,
in den Hoch- und Notzeiten des Lebens,
die Kraft, die Macht und die Heilung Christi ergreifen
und unseren Geschwistern
zeit- und zukunftsgemäß, überkonfessionell
und auch sakramental konkret und praktisch
beistehen wollen?
Wohin, wenn wir unsere Beziehung zu Gott
und zu unseren Mitmenschen
frei, allgemein-priesterlich, geschwisterlich,
ohne institutionelle Vermittler (Hirten)
und ohne Vorgaben (Dogmen),
individuell und direkt mit Ihm gestalten wollen?
Jeder Mensch werde ein Priester
im Dienste Gottes – und nicht einer Institution –
aus der individuellen Erkenntnistiefe der Anthroposophie.
Werde ein aus der Wahrheit und Weisheit Gottes Handelnder –
ein Anthroposoph –, weil, wie Rudolf Steiner formulierte:
»die ganze Anthroposophie Gottesdienst ist«.
Da die Anthroposophie ihrem Wesen nach interreligiös ist,
überlässt sie den religiösen und kultischen Weg
prinzipiell dem Einzelnen: »Jedem seinen Weg«!
Ein »spezifisch anthroposophisches« Angebot
Ein solches Angebot vermittelte Rudolf Steiner,
zunächst noch fragmentarisch und weithin unbemerkt:
eine kultisch und sozial zukunftsgemäße,
speziell überkonfessionelle, »freie christliche«,
allgemein-priesterliche, sakramentale Perspektive.
Doch dieser Impuls wurde nicht erkannt und nicht bekannt 3b –
und schlief bald ein.
Viele blickten stattdessen uninformiert, überrascht
und gebannt auf die mit Macht monopolisierend in die anthroposophische Bewegung eindringende, neu gegründete Kirche »Die Christengemeinschaft«
und engagierten sich dort;
obwohl deren kirchlicher Weg nicht für Anthroposophen,
sondern (von Rudolf Steiner) ausdrücklich als »Vorschule zur Anthroposophie«
konzipiert war.
Heute – mehr als 100 Jahre später – sind wir
durch das dramatische Einbrechen eines neuen Jahrtausends
erneut und verschärft herausgefordert, wach zu werden
und auch religiös und kultisch bewusst und zeitgemäß –
und endlich – zu antworten.
Rudolf Steiner plädierte bereits damals weitsichtig dafür,
dass sich auch der Kultus – und gerade die sakramentalen Konzentrationsorte –
den not-wendigen Zeitforderungen gemäß wandeln müsse.
Es brauche ein »Fortschreiten«
hin zu einem überkonfessionellen und vor allem lebendigen,
der Gegenwart gemäßen, freiheitlichen, »direkten« Kultus.
Und diese zeitgemäß »fortschreitende«,
»freie christliche« Kultus-Arznei,
in der originalen Fassung Rudolf Steiners,
wurde seit der Jahrtausendwende nun »wieder und neu«
in der ganzen Siebenheit der Sakramente
vom »Forum Kultus« (damals »Initiativ-Kreis Kultus«)
postuliert, proklamiert und praktisch aufgegriffen.
Im Mittelpunkt dieses Weges stehen die von Rudolf Steiner
allgemein-priesterlich erfassten Sakramente:
Taufe, Trauung und Bestattung
und vor allem das kultisch weiterzuführende Zentralsakrament:
die »Opferfeier«.
Diese konnte in der Nische der sogenannten »Schulhandlungen«
des freien christlichen Religionsunterrichts an den Freien Waldorfschulen überleben.
Zu diesen Schulhandlungen gehören zudem die »Sonntagshandlungen für die Kinder«
sowie die »Jugendfeier« (Konfirmation als ein Sakrament),
auch wenn diese Handlungen heute vielerorts einzuschlafen drohen
oder bereits aufgegeben wurden.
( Wenn hier von der »Opferfeier« gesprochen wird,
muss bedacht werden, dass diese – in der hier veröffentlichten,
fast überall noch verwendeten ursprünglichen Fassung – vor allem und speziell
für Schüler innerhalb des Organismus der Freien Waldorfschulen konzipiert war.
Für Erwachsene und für Kontexte außerhalb der Schulen
wies Rudolf Steiner ausdrücklich darauf hin, dass es dann
einer »Fortsetzung in Inhalt und Form« der Opferfeier bedürfe.
[ Steiner zu Maikowski ]. Zu einer solchen Ausarbeitung
ist es zu seinen Lebzeiten nicht mehr gekommen. )
Entgegen dem amtspriesterlichen, hierarchischen
Zwei-Stände-Prinzip der traditionellen Kirchen
– auch der Kirche »Die Christengemeinschaft« –
wird im »freien christlichen Impuls heute« [1]
die geschwisterliche, pfingstliche, allgemein-(laien-) priesterliche
sakramentale Tat praktiziert:
ein Handeln aus der michaelischen Bewusstseinsseele heraus,
aus der Freiheit der eigenen »moralischen Intuition«,
überkonfessionell und selbstverantwortlich.
Hier gibt es kein Weihe- und kein Amtspriestertum mehr
– wie im Urchristentum, wie in der Reformation Martin Luthers
und nun erneut durch Rudolf Steiner:
»Jeder Mensch werde ein Priester!«
Verantwortlich bin ich dabei allein der Geistigen Welt
und den mich anfragenden Geschwistern.
» Was in der Entwicklung der Christenheit
als Sehnsucht und Streben nach
Laien-Priestertum [2] immer wieder erstand
– allerdings auch immer wieder verfolgt
und schließlich zum Verschwinden gebracht wurde –,
das hat hier durch Rudolf Steiner
eine neue Keimlegung erfahren. «
Maria Röschl-Lehrs
» Diese Kultushandlung ist etwas,
das eine ungeheuer viel größere Bedeutung
im Zusammenhang mit dem Kosmos,
mit dem Universum hat als unser Handeln
in der äußeren Welt. «
Rudolf Steiner, GA 216.
Rudolf Steiner hatte den Einblick in die Geistige Welt,
um die Sakramente – als reales Spiegelbild
SEINES Wirkens in den Hoch- und Notzeiten des Lebens –
neu und vertieft so zu fassen,
dass sie überkonfessionell, universal, allgemein-menschheitlich
ihre heilende Wirksamkeit in uns entfalten können.
Deshalb konnte prinzipiell auch eine diametral ausgerichtete Strömung
– die anthroposophisch orientierte Kirche »Die Christengemeinschaft« –
von Rudolf Steiner diese universalen Sakramentstexte erhalten,
insbesondere für Taufe, Trauung, Bestattung und Konfirmation,
und sogar mit identischem Wortlaut.
Selbstverständlich musste deren Rahmen dem speziell kirchlichen Kontext
angepasst werden: Gewänder, ein geweihter Raum und unabdingbar geweihte Amtspriester,
eine Hierarchie sowie die »Menschenweihehandlung«
allerdings als »indirektes« Zentralsakrament.
Das war die alte, traditionelle Form,
und diese ist ein grundsätzlich anderer Weg.
Aber auch der war und ist notwendig, weil es
» Bevölkerungskreise gibt,
die nicht innerhalb der anthroposophischen Bewegung stehen,
die auch zunächst keinen Weg finden
aus der Verfassung ihrer Seele, aus der Verfassung ihres Herzens heraus
zur anthroposophischen Bewegung hin. […]
Für diese Menschen ist das heute Notwendige dies,
dass auf eine für sie geeignete Weise der Weg
in das der heutigen Menschheit gemäße Geistesleben
hineingefunden werde. […]
Nebenher, so meinte ich dazumal,
könne eine solche Bewegung für religiöse Erneuerung gehen,
die ganz selbstverständlich für diejenigen,
die in die Anthroposophie hinein den Weg finden,
keine Bedeutung hat, sondern für diejenigen,
die ihn zunächst nicht finden können.
Und da diese zahlreich vorhanden sind,
ist natürlich eine solche Bewegung
nicht nur berechtigt, sondern auch notwendig. […]
Daher muss streng unterschieden werden zwischen dem,
was anthroposophische Bewegung ist,
dem, was Anthroposophische Gesellschaft auch ist,
und demjenigen, was die Bewegung für religiöse Erneuerung ist. […]
Denn die Anthroposophische Gesellschaft wird von demjenigen nicht verstanden,
der sich nicht so auffasst, dass er
ein Rater und Helfer sein kann dieser religiösen Bewegung,
dass er aber nicht unmittelbar in ihr untertauchen kann. «
Rudolf Steiner, 30.12.1922, GA 219 3a
Die Tragik
der weiteren Entwicklung besteht darin,
dass viele Anthroposophen in Ermangelung
genauerer Informationen [3]b
die Gründung der »Christengemeinschaft« (1922)
fälschlicherweise als die Geburt einer eigenen Kirche
für die Anthroposophen interpretierten.
Entgegen den Gründungsintentionen kam es
dadurch zu sogenannten Doppelmitgliedschaften
(gleichzeitig in »CG« und »AG«).
Jedoch als »Vorschule« zur Anthroposophie konzipiert,
war die »Christengemeinschaft« für Anthroposophen nicht adäquat.
Aber tragischerweise fand die »Christengemeinschaft«
kaum die vorgesehene – wenigstens die kritisch suchende – Klientel
aus den traditionellen Kirchen, für die sie gedacht war;
von wegen, dass sie die Kirchen in Kürze überflüssig gemacht
und abgeschafft haben würde. [4]
Wer aber kam, das waren "die Anthroposophen",
die ihre eigenen kultischen Hausaufgaben nicht aufgriffen
und nun die »Christengemeinschaft« vereinnahmten
und – notgedrungen – willkommen waren.
Dadurch wurde sie faktisch zu einer »Sondergemeinschaft«
und realiter zur "Anthroposophen-Kirche".
Damit geriet sie quantitativ und finanziell in existenzielle Abhängigkeit
von der Anthroposophen- und Waldorfszene.
Um diese durch Abwanderung nicht wieder zu verlieren –
falls die Anthroposophen doch noch zu der Erkenntnis
gelangen würden, dass sie keine "Kirche" benötigten –,
musste die Berechtigung eines freien, alternativen,
spezifisch anthroposophischen Kultus-Weges bestritten werden.
Ein Monopol wurde beansprucht, die Thematik tabuisiert.
So geriet der »freie christliche« Impuls – und mit ihm die Fortsetzung
der ursprünglich allgemein-priesterlichen Handhabung der Sakramente
in einem spezifisch anthroposophischen Rahmen – jahrzehntelang in Vergessenheit.
Bis heute glauben immer noch viele, dass die von Rudolf Steiner gefassten Sakramentstexte mit der Begründung der »Christengemeinschaft« an diese »übergegangen« seien,
nun nur noch ihr »gehörten« und die Nutzung ausschließlich durch diese legitim sei.
Eine "freie" Benutzung der im Prinzip überkonfessionellen Sakramentstexte
gilt als illegitim, ja als »spiritueller Diebstahl«.
Hinzu kommt die Auffassung, dass »Laien« grundsätzlich weder berechtigt
noch befähigt seien, sakramental zu handeln.
Dieser exklusiven Vereinnahmung dieser Texte widersprach
selbst die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung (1997).
Auf Anfrage wurde ausdrücklich erklärt, dass sich im gesamten Werk Rudolf Steiners
kein Hinweis finde, der eine derartige institutionelle Bindung, Exklusivität oder Übereignung
begründen würde.
»Christus gehört keiner Konfession!«
… sondern Sein Wirken ist allgemein-menschheitlich.
Deshalb sind Texte, die Ihn real spiegeln,
nicht konfessionell.
So musste Rudolf Steiner diese Texte zunächst auch universal, überkonfessionell,
allgemein-priesterlich und somit »für verschiedene Lebenszusammenhänge«
fassen und geben.
Durch diese ihre Universalität sind sie aber auch adaptierbar –
denn die Bedürfnisse sind unterschiedlich und anzuerkennen! –
und somit auch traditionell konfessionell konfigurierbar.
Ein weiterer Widerstand
speziell gegen eine freie Handhabung der »Opferfeier«
ergab sich und besteht bis heute.
Als ursprünglich reine Schulhandlung für die Freien Waldorfschulen
wurde sie über lange Zeit von einem »Internationalen Religionslehrergremium«
innerhalb der »Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft«
verantwortet.
Während innerhalb der Schulen die Opferfeier seit Jahren rapide abnimmt –
in den meisten Schulen findet sie nicht mehr statt –,
nimmt ihre freie, außerschulische Praxis zu.
Um die Deutungshoheit zu bewahren (?), hat sich dieses "Religionslehrer"-Gremium
im Jahr 2024 in »Gremium für religiöse Erziehung« umbenannt
und sich nun für alle Opferfeiern –
überall, auch außerhalb der Schulen – für zuständig erklärt.
Fortan sollen alle Opferfeiern - gleichgültig von wem -
nur noch mit dessen Genehmigung gehalten werden dürfen.
Dies führt zwangsläufig zu Konflikten und Spaltungen.
Denn Exklusivitätsansprüche und Interpretationsmacht
widersprechen dem Selbstverständnis freier Christen.
Die Berechtigung
zu einem individuell-direkten, freien christlichen,
sakramentalen Handeln –
ob mit oder ohne das Zentralsakrament der Opferfeier,
ob mit einem Sakrament oder mehreren,
ob allein oder gemeinsam –
empfängt der wahrhaftig und demütig Strebende
im »freien christlichen Impuls heute«
unabhängig von jeder Institution,
allein durch Seinen Ruf, durch Seine Berufung,
durch Sein Ja.
Diese Berufung zeigt sich in der Regel
nicht abstrakt, sondern konkret:
in der schicksalhaften Nachfrage der Geschwister.
Darin liegt das Neue,
das aus der seelischen und geistigen Not
der Zeitenwende heraus geforderte,
individuell-direkte, geschwisterliche Priester-Sein.
Es ist die »direkte« Weihe durch Ihn,
eine Weihe des allgemein-priesterlich strebenden
Christen-Menschen, deren Grund die TAUFE legt.
» Was aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen,
dass es schon Priester, Bischof und Papst geweiht sei,
obwohl es nicht jedem ziemt, dies Amt auch auszuüben. «
Martin Luther, 1520
» Begegne ich ihm [dem DU - VDL] so, dass ich bereit bin,
mein Bewusstsein (zeitweilig) für ihn zu opfern,
dass seine Entfaltung mir also wichtiger ist als die meine,
vollziehe ich – indem ich für ihn ersterbe – in gewissem Sinne
eine Nachfolge Christi.
Dann nahe ich ihm in Seinem Namen.
Dann werde ich im gleichen Augenblick
von Christus selber zum Priester geweiht:
Seine Gegenwart ist Weihe […]
Es ist ein inneres, ein mystisches Erlebnis dieses Menschen. […]
Die soziale Priesterweihe ist ein Sakrament,
das, im übertragenen Sinne,
der Christus unter vier Augen vollzieht.
Die Frage der Befähigung .. und Berechtigung […]
kann keine sein, die andere Menschen beantworten. «
Dieter Brüll, »Bausteine für einen sozialen Sakramentalismus«
Dabei bleiben – erfahrungsgemäß – als Wurzelgrund
die Wirkkraft, der Rückhalt und der Schutzraum
einer geschwisterlichen, kultus-tragenden Gemeinschaft
fruchtbar und anzustreben.
Ob dies ein offizielles Gremium der AG ist oder nicht,
muss der jeweils Handelnde
in eigener Verantwortung selbst entscheiden.
Als 'Anthroposophen'
streben und wirken wir
insbesondere mit unseren Geist-Geschwistern
innerhalb der Vielfalt der Anthroposophischen Gesellschaft
und der anthroposophischen Bewegung: in Arbeitskreisen, Zweigen
der Anthroposophischen Gesellschaft, in der Freien Hochschule,
im Esoterischen Jugend-Kreis, interreligiös, international und ebenso individuell – zunehmend auch in privaten Kreisen.
Innerhalb einer interreligiösen Anthroposophischen Gesellschaft und - Bewegung
möchten wir aber auch berechtigt, anerkannt und autonom unseren Weg gehen dürfen,
so wie wir in Toleranz auch anderen deren Sichtweisen zubilligen,
auch wenn sie uns kritisch oder feindlich gegenüberstehen.
Als in der Kultus-Frage Engagierte und damit Spezialisierte
stehen wir zuvörderst unseren Geist-Geschwistern
in den Hoch- und Notzeiten des Lebens
kultisch und sakramental zur Verfügung.
Gleichzeitig ist es selbstverständlich und notwendig,
dass wir auch "in der Welt" fruchtbar wirken wollen
und deshalb – ökumenisch offen – jedem Christen beistehen,
unabhängig davon, ob wir allein wirken
oder uns in spezifischen Arbeits- oder Kultus-Trage-Gemeinschaften / -Kreisen zusammenfinden.
Wenn Er ruft
Zeitgemäßer Kultus hat seine Quelle
im lebendigen, undogmatischen Gesprächsaustausch
mit den Menschen und mit der Geistigen Welt.
Die Ausrichtung ist: Was willst DU, o Gott, DU, die Liebe!?
» Aus des Menschen Seelenopfer,
aus des Menschen Geistesopfer,
werde
das wesenschaffende Liebefeuer,
das walte von Mensch zu Gott,
das walte von Mensch zu Mensch. «
Rudolf Steiner, aus der Opferfeier.
Dieses Werden darf nicht einseitig oder dogmatisch sein.
Und so können und dürfen – in unserem Verständnis – Text und Form eines Sakraments nicht "von oben" dekretiert werden.
Denn die kultische Kommunikation mit Ihm
muss Seiner alle umfassenden Liebe entsprechen:
Sie hat den um Seine Gnade und Seinen Segen Bittenden
mit seinen jeweils individuell berechtigten Möglichkeiten, Bedürfnissen und Schicksalswegen intim einzubeziehen,
ernst zu nehmen und zu durchdringen.
Wenn Menschen sich heute aufgerufen fühlen,
frei und christlich, sakramental zu handeln,
dann müssen sie sich nicht mehr an Traditionen, Dogmen, Meinungen,
Machtverhältnisse oder Monopolbestrebungen klammern – Gegenkräfte,
die letztlich Ihn verhindern.
Öffnen wir Ihm das Herz.
Kommen wir mit Ihm ins Gespräch. Und handeln wir.
Tun wir das Not-Wendige, wenn die Not vor uns steht.
Handeln wir ehrlich, authentisch, demütig-dankbar,
aber auch entschieden, autonom und frei.
Nicht Menschen, nicht Institutionen
werden diese geschwisterlich-christliche Tat
zu beurteilen, zu zertifizieren oder zu genehmigen haben.
Wenn Er ruft – müssen wir da nicht folgen?
Sie dürfen dabei Ihren ganz eigenen Weg gehen,
Ihre eigene Tat-Geburt vollziehen,
Ihr eigenes Gottes-Gespräch führen – lebendig und praktisch,
aus den jeweils not-wendigen Gegebenheiten heraus.
Zu Gott können wir in vielfältiger Weise sprechen.
Er hat große und uns liebende Ohren.
Er schließt kein suchendes Herz aus …
Er nicht.
Und wenn Sie dabei unsicher sind, wenn Ungeklärtes bleibt,
wenn Sie für die Praxis oder auch inhaltlich eine Vertiefung benötigen,
dann schauen Sie hier in diesem Buch
oder hier auf unserer Website nach
oder fragen Sie einfach direkt uns (s. Kontaktformular).
Unser Anliegen ist es,
dass im Dunkel dieser Zeitenwende
die »Freiheit des Christenmenschen«
zu einer lichtvollen Kraftquelle werde,
aus der die Sakramente als heilende Arznei
neu aufleuchten können
– authentisch, liebevoll, geschwisterlich,
mit dem wirkenden Christus
als mitleidendem und liebendem Bruder.
Auch wenn dies noch Zukunft ist:
Wenn wir – wenn Sie – nicht damit beginnen,
wenn wir heute nicht säen, werden wir morgen nicht ernten!
» Aus dem Ernst der Zeit
muss geboren werden der Mut zur Tat. «
Rudolf Steiner
» Jetzt haben wir erneut eine Chance.
Und ich meine: Lasst uns bloß alle mitwirken,
damit diese Chance nicht erneut vom Tisch gefegt wird. […]
Wir müssen selbst den Anfang machen.
Michael wartet ab. Sobald man aber Mut fasst
und etwas anfängt, dann hilft er. «
Bernard Lievegoed
Lebendig!
Rudolf Steiner wurde gefragt,
wie denn ein »anthroposophischer Kultus«,
also ein zeitgemäßer, aussehen solle
(Rudolf Steiner zu René Maikowski, GA 269, S. 133) :
Entscheidend ist das Lebendige –
und damit eine immerwährende »Fortsetzung in Inhalt und Form«.
Die Kommunikation mit Ihm – auch die kultische –
muss eine authentische, lebendige und individuelle sein.
Weil Christus im Kultus aktuell, jeden Menschen liebend
und damit wahrhaftig, lebendig und wirkungsvoll sein will, bedeutet dies für uns:
Kein "Rasenmäherprinzip" – also kein Text, der für alle Menschen, überall, jederzeit
und für jede Konstellation gleich ist.
Und ebenso keine Kultus-Formen, von denen dogmatisch
kein Millimeter infrage gestellt werden darf –
und damit auch keine Fremdbestimmung und Übergriffigkeit
etablierter Machtstrukturen oder Machtausübung.
Text und Form eines jeden Sakraments
müssen daher prinzipiell individuell mit den Betroffenen
immer wieder neu geboren, neu erarbeitet
und verlebendigt werden – bedingungslos, ergebnisoffen,
aus der konkreten Situation heraus.
Lassen wir uns dabei auf die Steiner’schen Fassungen
der Sakramente ein, entsteht dann doch häufig die Einsicht
in deren zeitlose Tiefe – und damit der Wunsch,
sie nicht unnötig zu verändern.
In der Praxis bleibt es daher meist bei dem Original,
das immer noch als lebendig und zeitgemäß empfunden wird,
oder bei höchstens minimal angepassten Varianten.
Dennoch müssen wir immer die aktuelle Lebendigkeit überprüfen
und nicht nur aus Prinzip am Veralteten festhalten,
das zwar im damaligen Kontext angemessen und richtig war,
heute jedoch der individuellen Bewusstseinsseele
entsprechen muss und auf die dunkle Tragik unserer Zeit
zeitgemäße Antworten zu geben hat.
Der »freie christliche Impuls heute«
steht damit in einem klaren Gegensatz
zum traditionellen »Prinzip Kirche«.
Dass – wie in der Kirche »Die Christengemeinschaft« –
nur "neue Texte", aber in alte Strukturen gegossen wurden,
genügt heute für ein Weiterschreiten nicht mehr
und findet immer weniger Anklang.
Ein freies christliches, sakramentales Wirken
ist kein statisches System,
sondern ein lebendiges Wesen und Werden.
Es entspringt der individuellen Zwiesprache
mit der Geistigen Welt und vollzieht sich aus den
Tiefen des Schicksals des Du
und dessen Werden in Seinem Welten-Wollen.
Dennoch sind auch diese Handlungen
nur Zwischenstationen,
bis wir das ganze Leben sakramentalisieren.
Dann wird jeder allezeit jedem Priester sein.
Freiheit dem Christenmenschen!
Und so sind wir auch keine "Organisation"
und wollen es auch nicht sein,
sondern ein jeweils individuell aufgegriffener
und selbstverantworteter Ruf- und Tat-Impuls:
Religiös, kultisch und individuell engagierte Anthroposophen
erkennen die Not-wendigkeit unserer Zeit
und antworten auf die Forderungen des Schicksals,
das sich in den Nachfragen der Geschwister zeigt –
authentisch, geschwisterlich, konkret und sakramental,
mit den tief und real wirkenden Fassungen Rudolf Steiners.
» Der Anstoß hierzu war die Erfahrung,
dass über diese Fragen in anthroposophischen Kreisen
weitgehend Unklarheit herrscht.
Des Weiteren war es die Erkenntnis,
dass im Hinblick auf die Jahrtausendwende,
wenn das Böse verstärkt zur Wirksamkeit kommt,
in anthroposophischen Gemeinschaften
verstärkt esoterisch und sakramental-kultisch
gehandelt werden muss. «
Paul Hofmann
Der religiösen Freiheit geschuldet,
wirkt dieser Impuls prinzipiell autonom –
auch gegenüber der »Anthroposophischen Gesellschaft«
und der »Freien Hochschule für Geisteswissenschaft«,
auch wenn wir – in der Regel – deren Mitglieder oder Freunde sind.
Denn als interreligiöse Erkenntnisgemeinschaft
kann und darf die Anthroposophische Gesellschaft
keinen bestimmten religiösen oder kultischen Weg
als offiziellen ausweisen.
Auch dann nicht, wenn der »freie christliche« Weg
von Rudolf Steiner als der »spezifisch anthroposophische« bezeichnet wurde.
Er bleibt innerhalb der Vielfalt
religiöser Möglichkeiten ein Weg.
Denn Religion und die entsprechende kultische Praxis
sind prinzipiell Privatsache des Einzelnen.
Innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft
wird die Kultus-Frage bis heute kontrovers behandelt.
Von der – als "Anthroposophen-" bzw. "Waldorf-Kirche" verorteten – Kirche
»Die Christengemeinschaft« wird ein allumfassendes sakramentales,
freies christliches Handeln prinzipiell abgelehnt.
Und auch das »Gremium für religiöse Erziehung«
der Anthroposophischen Gesellschaft legt sich quer,
wenn die »Opferfeier« frei, autonom und nicht innerhalb
seiner Kontrolle gehandhabt wird.
Die Kultus-Frage bedarf der Klärung –
nun aber im Licht individueller Freiheit!
Jedem seinen Weg!
Als überkonfessionelle Initiative
mit dem Wurzelgrund in der »Freiheit des Christenmenschen«
stehen wir in keiner Konkurrenz
zu anderen Gemeinschaften oder Kirchen –
erst recht nicht in "Gegnerschaft"
zur Kirche »Die Christengemeinschaft«.
( Im Gegenteil: Wir sind Verfechter ihrer ursprünglichen Aufgabe
[als »Vorschule zur Anthroposophie«]. )
» … man muss lernen,
Wesensunterschiede zu unterscheiden.
Alle Kultformen
haben ihre Berechtigung und ihre Bedeutung;
und man kann daher jede,
in der ihr gemäßen Form
und dem ihr zukommenden Rahmen,
durchaus anerkennen. «
Fred Poeppig
Jeder Mensch ..werde.. ein Priester!
So ist ein jeder auf seinem Weg.
Entsprechend der originären Beziehung des Handelnden
zur Geistigen Welt muss dieser individuell, selbstverantwortlich
und ohne Fremdbestimmung aktiv werden können.
Wer durch seinen Mitmenschen – durch sein Du – gerufen wird,
ist aufgefordert, authentisch zu handeln,
ob allein oder in Gemeinschaft.
Wir sind nicht – und sollen nicht – die Einzigen sein,
die sich innerhalb oder außerhalb der Anthroposophenschaft
um ein freies christliches, sakramentales Handeln bemühen.
Denn entscheidend ist doch, dass es geschieht.
Dass Er unterschiedlichste Werkzeuge
für unterschiedlichste Menschenwege zur Verfügung hat.
Keine Institution, kein anderer Mensch hat zu bestimmen,
wie Sie Seinem Ruf folgen.
Was Er will: frei – aus Liebe – Handelnde.
Wie dürften wir anders, als Ihm und Seinem Ruf zu folgen –
welchen Weg auch immer Er weist?
Und dann wird es auch in der sakramentalen Praxis
aufgrund unterschiedlichster Handhabungen
ggf. zu einer "Aktualisierung",
einer »Fortsetzung in Inhalt und Form« kommen.
In unserer bisherigen Praxis wurden vor allem
Taufe, Trauung, Bestattung und die Opferfeier gepflegt und vollzogen.
Für ein umfassendes, allgemein-christliches Ergreifen
stellt sich jedoch notwendig die Frage
nach der Vervollständigung zur Harmonie
der Siebenheit der Sakramente,
wie sie dem christlichen Sakramentswesen
urbildlich und wesenhaft einverleibt ist.
Diese Abrundung kann und soll dadurch erfolgen,
dass auch die »Weihe« als eine Form der Erwachsenen-Taufe
begriffen und aufgegriffen wird – zugleich als innere Befähigung und Berechtigung
zum sakramentalen Handeln
( während das bisherige Tauf-Sakrament ja ausdrücklich
"nur" einen »Empfangskultus« darstellt ).
Darüber hinaus werden bereits verschiedentlich
auch die »Lebensschau« (Beichte) sowie die »Jugendfeier« –
auch außerhalb des schulischen Bereiches – praktiziert.
» Bloß ist mein Christentum
absolut nicht kirchlich gebunden.
Ich bin ein richtiger Ketzer für Christus! ...
Das Priestertum des Menschen
ist das einzige, das mir einleuchtet,
und darum bin ich so dankbar,
dass ich Rudolf Steiner begegnete. «
Maria Röschl-Lehrs
Der » freie christliche Impuls heute «
• wird konkret praktiziert und proklamiert durch das
»Forum Kultus –
Initiative für ein freies, anthroposophisch und sakramental vertieftes Christ-Sein heute«.
Dieses Forum setzt sich dafür ein, dass der von Rudolf Steiner fragmentarisch
gegebene Impuls eines sakramentalen, »spezifisch anthroposophischen« Kultus
geschwisterlich-praktisch aufgegriffen und öffentlich gemacht wird.
• Innerhalb dieses Arbeitszusammenhangs soll sich eine
»Initiative, freie christliche Arbeits-Gemeinschaft« bilden –
als verbindliche, gemeinschaftsbildende und nach unserer Überzeugung not-wendige, anthroposophisch gegründete Kultus-Trage-Gemeinschaft.
• Übergeordnet, für den Impuls eines freien Christ-Seins
und nach außen, insbesondere in ökumenische Zusammenhänge hinein,
tritt das »Forum Freier Christen« auf.
• Darüber hinaus erscheint ein organisiertes Zusammenwirken
in einem »Netzwerk Freier Christen« sinnvoll und hilfreich.
Für unsere Arbeit ist die Quantität der Kreise
oder der Nachfragenden kein Kriterium.
Der sakramentale Dienst ist ein geschwisterliches Bedürfnis
und wäre auch dann voll berechtigt, wenn nur ein einziger Mensch danach fragen würde.
Prinzipiell wird der »freie christliche Impuls heute«
nicht durch Organisationen bestimmt,
sondern durch individuelles, autonomes, selbstverantwortetes, freies Ergreifen –
indem auch Du handelst …
Mögen wir – innerhalb wie außerhalb der Anthroposophie –
nicht die einzigen »frei christlich« kultisch Tätigen bleiben.
Arbeitsmaterial zur Kultus-Frage
Diese Website und das überarbeitete Kultus-Praxis- und Info-Buch
versteht sich als Studien- und Nachschlagewerk.
Es kommt dem vielfach geäußerten Leserwunsch nach,
einmal möglichst alles zur Kultus-Frage auf einer Website,
in einem Buch zusammenzuführen
– und zugleich die relevanten Gesichtspunkte
aus unterschiedlichen Perspektiven
und von verschiedenen Autoren darzustellen.
Gerade durch diese Mehrstimmigkeit
soll eine differenziertere Einordnung der vertretenen Thesen möglich werden –
auch wenn sich dabei manches wiederholt.
Dies kommt insbesondere jenen zugute,
die nicht die gesamte Website, das gesamte Buch,
sondern nur einzelne Beiträge lesen möchten.
Eine grundlegende Kenntnis der Anthroposophie
und der anthroposophischen Szene wird vorausgesetzt.
Für die konkrete Kultus-Praxis ist selbstverständlich
die eigene, vertiefte, innere Auseinandersetzung erforderlich.
Die Sakramente selbst werden hier vor allem vorgestellt und theologisch,
anthroposophisch und inhaltlich nur grundsätzlich erläutert,
um den gegebenen Rahmen nicht zu sprengen.
Zu den Schulhandlungen gehört auch der freie christliche Religionsunterricht;
auch dieser wird hier nur kurz gestreift.
Hinweise, Vertiefungen und weiterführende Fragen
finden sich in der Regel bei den jeweiligen Sakramenten selbst.
Wenn nicht anders angegeben,
stammen die Beiträge und Kommentierungen von V. D. Lambertz;
die Kultus-Texte sind original von Rudolf Steiner.
In der Regel wird das generische Maskulinum verwendet.
Rudolf Steiner hat nur selten apodiktische Angaben
zur konkreten Handhabung der Sakramente gemacht.
Wo solche Angaben fehlen,
wird hier die im Forum Kultus meist geübte Praxis dargestellt.
Zur eigenständigen Urteilsbildung wird ausdrücklich dazu eingeladen,
die angegebenen Quellen selbst heranzuziehen.
Diese Zusammenstellung ist aufgrund vielfältiger Nachfragen
vieler Freunde entstanden – mit "heißer Feder" und überwiegend
in "ehrenamtlicher Nachtarbeit".
Ich bitte daher um Nachsicht
für verbliebene Fehler oder Unschärfen aller Art.
Helfen Sie mit, diese zu minimieren.
Gerne erhalte ich Korrektur- und Ergänzungsvorschläge.
Melden Sie sich auch, wenn Bestimmtes aufgenommen
oder weggelassen werden sollte.
Es bleibt also – trotz allem – Stückwerk.
Und deshalb bin ich dankbar für Ergänzungen aller Art
zu dieser – vervollständigungsbedürftigen – "Gesamt"ausgabe.
Solche finden sich etwa in dem Buch
von Elisabeth von Kügelgen,
» Kultus als spiritueller Weg –
Die Schulhandlungen und ihr geistiger Hintergrund «
( edition waldorf, ISBN 978-3-9492-6744-4 );
auch wenn es gleichzeitig ein Statement von der anderen, "offiziellen Seite" ist:
Elisabeth von Kügelgen gehört zu den maßgeblichen Persönlichkeiten des
»Gremiums für religiöse Erziehung« der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.
Sie widerspricht prinzipiell einem alternativen, freien christlichen, sakramentalen Handeln.
Dementsprechend wird der »freie christliche Impuls heute«
in ihrem Buch – trotz persönlicher Kenntnis – vollständig ignoriert ( "totgeschwiegen" ).
So spiegelt diese Website und das Info- & Kultus-Buches
auch eine konservative Realitätsverweigerung wider …
Hier treffen zwei Welten aufeinander:
– der Impuls "von unten": überkonfessionell, individuell, frei
– und die Tradition "von oben", die ein freies Handeln
(bisher) verhindern möchte.
Die Zeit ist dunkel und ernst genug
Wollen wir die religiöse Freiheit retten,
muss sie – nicht nur "sollte" – auch und gerade
»dem Sakramentalismus einverleibt werden«.
Die kultische Kommunikation mit Gott
muss individualisiert, authentisch und frei werden.
Dabei dürfen wir uns nicht durch besserwisserische Spitzfindigkeit oder überholte Dogmatik
( »der Doktor hat aber gesagt« ) gegenseitig niederreden – der Widersacher freut sich –,
sondern müssen liebevoll Seine vielen Wege und Perspektiven zulassen:
Jedem seinen Weg!
Denn wenn es uns noch nicht einmal
in den Hoch- und Notzeiten des Lebens gelingt,
eine lebendige, authentische, zeitgemäße Wiederanbindung
an die Geistige Welt zu finden,
dann werden die Widersacher weiter und weiter
unser göttliches und irdisches Sein angreifen und zersetzen –
bis hin zur Verhöllung der Erde.
» Am Ende stellt Herbert Hahn die Frage,
wie [ in Zukunft - VDL ] mit der Jugend- und der Opferfeier
umzugehen sei.
Rudolf Steiner antwortete darauf sinngemäß:
Es gebe nur zwei Wege :
entweder zu warten –
oder selbstständig etwas zu unternehmen. «
Constanza Kaliks, Das Goetheanum, 09.05.2025, S. 12.
Aus einem Brief Herbert Hahns - im Namen des Waldorf-Lehrerkollegiums -
an Rudolf Steiner vom 24.01.1925, Rudolf-Steiner-Archiv.
Wie lange wollen wir noch warten?
Hoffen und bitten wir,
dass trotz aller Schwachheit und Unzulänglichkeit
die Ideale nicht Utopien bleiben.
Und dass wir bereit sind, mutig zu handeln,
damit Er durch uns wirken kann,
wenn unser Schicksal uns aufruft,
dem Du auch sakramental beizustehen –
selbstverständlich, geschwisterlich, authentisch,
autonom, individuell und frei.
… und das hängt nicht an einem »Forum Kultus« !
Es hängt an uns allen, an Ihnen –
als eine kultushistorische Auf-Gabe
in einer dramatischen Zeitenwende …
die zur Verfügung stehen wird … oder tragischerweise nicht …
» Michael drängt sich nicht auf.
Er wartet – schweigend – auf unsere Initiative. «
Rudolf Steiner, 13.01.1924, GA 233a.
Hier ist nun ein möglicher Weg dargestellt:
unser Suchen, unsere Sicht, unser Streben.
Finden Sie Ihren Weg!
Vielleicht dann gemeinsam –
damit es nicht wieder nur bei einem Anfang bleibt –
» zum Heil und Segen der ganzen Menschheit! «
Herzlich! Ihr Volker David Lambertz
im Forum Kultus
Bodensee / Helgoland- Pfingsten 2026
____________________________________________________________
[1] Unter den Begriffen »freies christliches Handeln HEUTE«,
bzw. »der freie christliche Impuls Rudolf Steiners HEUTE«
wird die aktuelle, individuelle, »laien-priesterliche« und damit auch »fortgesetzte« Handhabung des »freien christlichen« Impulses Rudolf Steiners verstanden, wie sie insbesondere das »Forum Kultus« aufgegriffen hat. (Siehe folgende Erläuterungen im Text.) Diese baut auf der Freiheit und Verantwortung des aus moralischer Intuition,
aus Liebe handelnden Individuums auf.
[2] »Laien«-Priestertum
bedeutet selbstverständlich nicht Laien-haftigkeit !
Theologisch wird mit »Laie« nicht der »Dilettant« gemeint, sondern der »Nichtgeweihte« bezeichnet. Selbstredend ist auch hierzu - wie in jedem Beruf - eine Qualifizierung nötig
und erfordert gerade hier eine demütige, empathische, fachlich qualifizierte, spirituell
und sozial gereifte, tolerante, offene Haltung ... und eine mutig michaelische!
[3] 3a Erschrocken von den Geschehnissen, klärte Rudolf Steiner persönlich die Anthroposophenschaft in einem Vortrag am 30.12.1922 (GA 219) prinzipiell auf.
Dieser wurde aber sofort – bis heute – von den Freunden der »Christengemeinschaft« relativiert.
3b Vor allem stand er nur einer kleinen Zuhörerschaft zur Verfügung; gedruckt -
und damit allgemein bekannt geworden - ist er erst 1927 !
[4] » Rittelmeyer (ihr Gründer und erster »Erzoberlenker« VDL) hatte erwartet,
dass die 'Christengemeinschaft' nach zehn Jahren
die anderen Kirchen abgelöst haben würde. «
– CG-Priester Frank Hörtreiter, in »Anthroposophie«, Ostern 2025, S.81.
Forum Kultus
Initiative für ein freies,
anthroposophisch + sakramental vertieftes Christ-Sein heute
www.ForumKultus.info
H i e r
zu A k t u e l l e s !
SAKRAMENTE HEUTE
christlich - liebevoll - geschwisterlich - sakramental handeln,
als ein
allgemein-priesterlicher
IMPULS
aus der »moralischen Intuition«
des Liebe-Freiheits-Impulses
eines »ethischen Individualismus«
Jeder Mensch ..werde.. ein Priester!
Der
freie christliche,
überkonfessionelle, allgemein-priesterliche
Impuls
Rudolf Steiners
heute
frei + christlich
Die geistliche Waffenrüstung
Zuletzt:
Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.
Zieht an die Waffenrüstung Gottes,
damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.
Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen,
sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt,
die über diese Finsternis herrschen,
mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes,
damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten
und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
So steht nun fest,
umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit
und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit
und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens.
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens,
mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen,
und nehmt den Helm des Heils
und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist
und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen
für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde,
wenn ich meinen Mund auftue,
freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen,
dessen Bote ich bin in Ketten,
dass ich mit Freimut davon rede,
wie ich es muss.
Paulus, an die Epheser, 6.10-10
H i n w e i s
-> Alle Beiträge ohne Namensnennung sind von V.D.Lambertz .
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(ehrenamtliche Nachtarbeit ;-) Danke!
Ihr Webmaster Volker David Lambertz
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FORUM FREIER CHRISTEN
Zur Freiheit des Christen-Menschen
.. dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus,
dem Sakramentalismus
einverleibt werden muss.
Hella Wiesberger